
Eine aktuelle Umfrage des HKI Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik unter 30 staatlichen Forstämtern bringt gute Nachrichten: Die Brennholzpreise bleiben auch 2024/2025 stabil. Nach den deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Jahre können Kaminofenbesitzer aufatmen – wer sein Holz direkt beim Forstamt bezieht, zahlt im bundesweiten Durchschnitt weiterhin rund 75 Euro pro Festmeter für Hartholz wie Buche oder Eiche.
Was ist passiert?
Der HKI Industrieverband hat bei 30 staatlichen Forstämtern in Deutschland nachgefragt und zusätzlich die Internetauftritte der Landesforstverwaltungen ausgewertet. Das Ergebnis: Der bundesweite Durchschnittspreis für Hartholz liegt aktuell bei 75 Euro pro Festmeter – exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Auch eine erhöhte Nachfrage, wie sie nach Beginn der Energiekrise befürchtet wurde, ist derzeit nicht festzustellen.
Besonders erfreulich: Die vorhandene Nachfrage kann vollständig bedient werden. Es gibt keine Engpässe oder Lieferprobleme. Einige Forstämter bieten sogar noch Restholz aus dem Vorjahr zu Sonderkonditionen an. Thomas Schnabel, Wirtschaftsreferent beim HKI, fasst die Situation zusammen: "Die aktuelle Auswertung zeigt ein ruhiges Marktbild. Brennholz ist regional verfügbar, die Preise sind stabil und die Nachfrage kann vollständig bedient werden."
Was bedeutet das für Ofenbesitzer?
Aus meiner Sicht ist das eine wirklich positive Entwicklung. Nach den teils drastischen Preissprüngen der Jahre 2022 und 2023, als viele Menschen auf Kaminöfen als Ergänzung oder Alternative zu Gas und Öl setzten, hat sich der Markt spürbar beruhigt. Die anfängliche Panik ist vorbei, und das wirkt sich direkt auf die Verfügbarkeit und die Preise aus.
Wir haben in den vergangenen 20 Jahren schon viele Marktschwankungen erlebt, aber die aktuelle Situation zeigt: Regionales Brennholz aus heimischen Wäldern ist ein verlässlicher Energieträger. Anders als bei importierten fossilen Brennstoffen sind wir hier nicht von internationalen Krisen abhängig. Die Forstämter bewirtschaften die Wälder nachhaltig, und der Nachschub ist gesichert.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Wer seinen Kaminofen richtig betreibt und das Holz korrekt lagert, holt aus jedem Festmeter das Maximum heraus. Zu feuchtes Holz verschwendet Energie und belastet die Umwelt – deshalb sollte die Restfeuchte unter 15 Prozent liegen, auch wenn gesetzlich 25 Prozent erlaubt sind. Richtig gelagertes und abgelagertes Brennholz brennt effizienter, erzeugt weniger Emissionen und schont den Ofen.
Was jetzt tun?
Wenn Sie für die kommende Heizsaison Brennholz benötigen, empfehle ich folgende Schritte:
- Direkt beim Forstamt kaufen: Suchen Sie über die Website Ihrer Landesforstverwaltung das zuständige regionale Forstamt und kontaktieren Sie die Ansprechpartner vor Ort. Hier bekommen Sie faire Preise und regional geschlagenes Holz.
- Auf die Holzart achten: Buche und Eiche sind klassisches Hartholz für Kaminöfen. Buche brennt gleichmäßig und ist für moderne Öfen gut geeignet. Eiche ist sehr dicht und benötigt dauerhaft hohe Temperaturen – für viele Kaminöfen ist sie weniger optimal. Birke oder Esche sind ebenfalls gute Alternativen.
- Richtig lagern: Lagern Sie das Holz gespalten und gestapelt an einem luftigen, überdachten Ort – zum Beispiel unter einem Carport oder in einem offenen Unterstand. Niemals komplett in Folie einpacken, sonst bildet sich Kondenswasser. Ideal ist eine Lagerung von mindestens einem Jahr.
- Holzfeuchte prüfen: Ein einfaches Holzfeuchtemessgerät kostet wenig und zeigt Ihnen, ob Ihr Brennholz wirklich trocken genug ist. Unter 15 Prozent Restfeuchte ist optimal, über 20 Prozent verschwendet Energie und führt zu Problemen beim Abbrand.
- Frühzeitig bestellen: Auch wenn derzeit keine Engpässe bestehen – wer sein Holz frühzeitig bestellt, kann entspannt in die Heizsaison starten und muss sich nicht in der kalten Jahreszeit darum kümmern.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihren Kaminofen effizient betreiben und welches Holz sich am besten eignet, empfehle ich unseren Ofenführerschein-Onlinekurs. Dort erkläre ich unter anderem die richtige Brennstoffwahl, optimale Lagerung und den effizienten Betrieb im Detail.
Die stabile Preissituation am Brennholzmarkt ist eine gute Nachricht für alle, die mit Holz heizen. Wer jetzt umsichtig plant und sein Holz richtig lagert, kann die kommende Heizsaison entspannt angehen.
Quelle: HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.
HÄUFIGE FRAGEN
Wie viel kostet ein Festmeter Brennholz aktuell?
Laut HKI-Umfrage liegt der bundesweite Durchschnittspreis für Hartholz wie Buche oder Eiche bei etwa 75 Euro pro Festmeter, wenn man direkt beim Forstamt kauft. Dieser Preis hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
Gibt es Engpässe bei Brennholz?
Nein, die aktuelle Marktsituation ist entspannt. Die Nachfrage kann vollständig bedient werden, und einige Forstämter bieten sogar Restholz aus dem Vorjahr zu Sonderkonditionen an.
Wo sollte ich Brennholz am besten kaufen?
Direkt beim regionalen Forstamt erhalten Sie in der Regel die stabilsten Preise. Die Ansprechpartner finden Sie über die Internetauftritte der Landesforstverwaltungen. Alternativ kann auch ein zuverlässiger lokaler Brennholzhändler eine gute Wahl sein.



