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Ceranplatte vs. Stahlplatte bei einem Holzherd – Was sind die Vor und Nachteile?

    Sollte ich eine Ceranplatte oder doch lieber eine Stahlplatte wählen, wenn ich mich für einen Holzherd entscheide? Diese Frage bekommen wir immer häufiger gestellt. Deshalb erklären wir in diesem Artikel, was die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Ausführungen sind. Damit haben Sie die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Viel Spaß beim Lesen!

    Die Ceranplatte

    Bei der Ceranplatte handelt es sich in der Regel um ein Ceranglas, welches eine Dicke von 4 mm aufweist. Sie wird ganz einfach von oben auf den Holzherd draufgelegt, kann also beliebig wieder entnommen oder ausgetauscht werden.

    Ein wesentlicher Vorteil von Ceranplatten ist sicherlich die Optik. Sie sehen modern aus und eignen sich wegen ihrem einfachen Design jedoch auch für verschiedene Haustypen. Von Neubauten, bis hin zu ländlichen Häusern ist hier sicher jeder gut bedient, der nach einer schönen Lösung für seinen Holzherd sucht.

    Zwar ist die Ceranplatte ein wenig abgedunkelt, jedoch kann man auch hier durchschauen und die Flamme sehen. Das ist vor allem bei einem Holzherd ganz praktisch, schließlich muss man auch erkennen können, auf welche Position man den Topf stellt.

    Wer sich unter einer Ceranplatte allerdings (noch) nichts vorstellen kann, der kann sie am besten mit der Oberfläche von einem E-Herd vergleichen, denn hier werden sie in den meisten Fällen eingebaut.

    Ein weiterer Vorteil von Ceranplatten ist die relativ einfache Reinigung. Bei Glas gibt es logischerweise keinerlei Probleme, hier mit einem Lappen oder mit einem Reinigungsspray drüberzuwischen. Außerdem entstehen sogut wie kaum hartnäckige Flecken, die sich nur schwer entfernen lassen. Wer also keine Lust auf mühseliges Reinigen hat, der sollte mit einer Ceranplatte gut bedient sein.

    Zudem dringt die Hitze bei Ceranplatten relativ schnell durch. Man muss also nicht ewig lange warten, sondern kann bereits innerhalb kurzer Zeit mit dem Kochen beginnen.

    Die Tatsache, dass die Wärme schnell durchstrahlt, könnte man bei einer Ceranplatte allerdings auch als Nachteil auffassen. Für den Herd ist das nämlich erst einmal ein Wärmeverlust, da die Hitze sich dann nicht mehr im Herd befindet, sondern relativ schnell nach außen dringt.

    Ein weiterer Nachteil von Ceranplatten ist die relativ hohe Druckempfindlichkeit. Wenn Sie also viel zu schwere Töpfe auf die Platte fallenlassen sollten, kann es ziemlich schnell passieren, dass die Platte bricht oder kaputtgeht. Zwar hält sie in der Regel einiges aus und kann auch für den ordnungsgemäßen Gebrauch verwendet werden, jedoch sollten Sie sich darüber trotzdem im Klaren sein, wenn Sie sich für eine Ceranplatte entscheiden. Das gilt übrigens auch, wenn man sich auf die Platte setzen möchte, denn auch in diesem Fall kann sie schnell kaputtgehen oder beschädigt werden.

    Sollte eine Ceranplatte ausgetauscht werden müssen, sind auch die Wiederbeschaffungskosten leider recht hoch. Eine Stahlplatte schneidet da im direkten Kostenvergleich etwas besser ab. Wobei wir an der Stelle anmerken müssen, dass sich die Stahlpreise aktuell immer mehr erhöhen. Daher bleibt die Frage offen, wie beide Varianten in Zukunft abschneiden werden, wenn man sich die Preise anschaut.

    Die Stahlplatte

    Kommen wir allerdings zur Stahlplatte. Hier sieht die Sache nämlich schon etwas anders aus.

    Ein Vorteil von Stahl ist, dass weniger Wärme durchdringt, als bei der Ceranplatte. Logischerweise bleibt dadurch mehr Wärme im Herd. Wenn die Platte heiß wird, dann bleibt sie es auch eine Weile lang. Eine Stahldicke von 5 mm braucht nun mal eine Weile, bis sie wieder ausgekühlt ist. Zusammenfassend sind die Wärmeverluste bei einer Stahlplatte also geringer.

    Außerdem sind sie deutlich robuster als Ceranplatten. Sie halten auch Stöße aus und selbst wenn ein Topf fallengelassen wird, sollte das die Platte in der Regel nicht beschädigen. Draufsetzen sollte der Platte keinen Schaden zufügen, aber achten Sie dennoch darauf, dass sie dabei stets ausgeschaltet und abgekühlt ist, um Verletzungen zu vermeiden.

    Letztlich sind, wie bereits erwähnt, auch die Wiederbeschaffungskosten etwas geringer.

    Jedoch gibt es au8ch hier einige Nachteile. Ein Wesentlicher ist hierbei die Rostbildung. Wenn Sie sich also für eine Stahlplatte entscheiden sollten, dann müssen Sie diese auch regelmäßig bürsten und pflegen, damit Sie diese auch weiterhin nutzen können.

    Abschließend

    Wir hoffen, dass wir Ihnen einen guten Überblick geben konnten. Letztendlich sollte jeder die Vor- und Nachteile abwägen und selbst entscheiden, welche Variante denn nun bevorzugt wird. Eines haben beide Platten gemeinsam, nämlich dass sie beide einwandfrei funktionieren und dafür sorgen, dass selbst die leckersten Gerichte gelingen. Die Optik dürfte bei der Entscheidung ebenfalls ein wesentliches Kriterium sein.

    Wir danken vielmals fürs Durchlesen. Wenn Sie sich eine umfassende Beratung wünschen, können Sie uns natürlich jederzeit kontaktieren!