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Gartenhaus und Kaminofen – Was ist wirklich zu beachten?

    Sie möchten einen Kaminofen in Ihrem Gartenhaus aufstellen? Grundsätzlich keine schlechte Idee, schließlich benötigt man auch für die kälteren Tage eine Heizquelle. Doch was sollte man beachten, wenn man einen Ofen im Gartenhaus aufstellen möchte? Was ist erlaubt und was nicht? Hier erfahren Sie, was Sie unbedingt beachten sollten.

    Ofen im Gartenhaus aufstellen – Das spricht dafür

    Ein Kaminofen sieht nicht nur gut aus, sondern hält auch warm und sorgt für viele gemütliche Abende. Vor allem für die kälteren Tage erscheint es also als durchaus sinnvolle Option, sich einen derartigen Ofen anzuschaffen. Schließlich ist das Heizen mit Holz wirtschaftlich, umweltfreundlich und macht eine Menge Spaß.

    Die Abnahme durch den Schornsteinfeger

    Auch bei Gartenhäusern, muss die Abnahme des Ofens zunächst einmal durch den Schornsteinfeger erfolgen. Wenn er allerdings keine Kenntnis über den Betrieb eines Ofens hat und feststellt, dass er dort betrieben wird, dann können schnell hohe Geldstrafen drohen. Hier können schnell mehrere tausend Euro fällig werden, daher sollte der Ofen zunächst einmal beim Schornsteinfeger angemeldet werden, eher er erstmalig in Betrieb genommen wird.

    Lässt man zunächst die Regelungen zum Thema Wandabstand, Brandschutz, Kaminrohrhöhe und Bodenplatten außen vor, ist eine Einzelraumfeuerstätte grundsätzlich immer dann abnahmepflichtig, wenn sie in einem Wohngebäude steht. Das ist immer dann der Fall, wenn das Gebäude, in dem Sie den Ofen aufstellen möchten, zu Wohnzwecken dient. Weitere Kriterien, damit der Ofen durch den Schornsteinfeger abgenommen wird, sind, dass es sich um ein geschlossenes und ein ortsfestes Gebäude handelt.

    Diese Kriterien sind äußerst wichtig, wenn es um die Anbringung eines Kaminofens geht. Andernfalls würde der Schornsteinfeger den Ofen nicht abnehmen.

    Wissenswert: Wenn Sie sich dennoch dazu entscheiden würden, einen Kaminofen aufzustellen, dann würde in dem Fall sogar ein Straftatbestand vorliegen.

    Die positive Nachricht: Gartenhäuser erfüllen die drei wichtigen Kriterien, denn sie sind ortsfest, geschlossen und auch bewohnbar. Wenn also ein Ofen gekauft und im Gartenhaus installiert wird und alle wichtigen Regelungen eingehalten werden, dann ist der Ofen abnahmepflichtig.

    Zu den Themen Wanddurchführung, Schornsteinbau und Co. werden wir Ihnen noch separate Videos und Artikel anfertigen, damit Sie auch hier wissen, was bei einem Gartenhaus auf Sie zukommt.

    Die kleine Fläche von Gartenhäusern sorgt dafür, dass hohe Temperaturen entstehen können

    Gartenhäuser haben allerdings das Problem, dass sie eine ziemlich kleine Fläche haben. Schaut man sich den Querschnitt an, stellt man fest, dass die meisten Gartenhäuser eine Fläche von etwa 10 und 30 Quadratmetern aufweisen.

    Das Problem ist, dass die meisten handelsüblichen Öfen zu groß hierfür sind. Sie sind dementsprechend ungeeignet. Es gibt eine alte Faustformel, die besagt, dass pro 10 Quadratmeter etwa 1 kW Heizleistung vorliegen sollte. Da die meisten großen Öfen jedoch mehr Holz benötigen, kann es schnell dazu kommen, dass in den Räumen unerträglich hohe Temperaturen entstehen.

    Die Lösung des Problems

    Bei kleinen Gartenhäusern empfehlen wir deshalb entweder einen Mini-Ofen oder einen Speicherofen. Aufgrund der kleinen Raumfläche eignen sie sich besser, um den Raum gleichmäßig zu erhitzen, ohne, dass die Raumtemperaturen einer Sauna gleichen. Bestenfalls sollte der Ofen mit möglichst viel Stahl oder Stein ausgestattet sein, jedoch gibt es auch spezielle Speicheröfen, die für kleine Räume geeignet sind.

    Wir hoffen, dass wir Ihnen helfen konnten! Schauen Sie sich gerne unsere weiteren Artikel an, um mehr nützliche Tipps zu erhalten.