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Kaminofen mit Be- und Entlüftungsanlage betreiben – Was ist wirklich wichtig?

    Kaminofen mit Be- und Entlüftungsanlage im Haus betreiben

    Wenn Sie in Ihrem Haus eine Be- und Entlüftungsanlage haben und einen Kaminofen betreiben wollen, gibt es jede Menge verschiedener Dinge zu beachten. Damit Sie auf der sicheren Seite bleiben, haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen in diesem Artikel zusammengefasst.

    Kaminofen mit Be- und Entlüftungsanlage betreiben: Das sollten Sie wissen

    Be- und Entlüftungsanlagen bezeichnen all diejenige Anlagen, die einen Einfluss auf die Zu- und Abluft des Gebäudes haben. Darunter fallen beispielsweise Dunstabzugshauben, Wäschetrockner mit Abluftbetrieb und sonstige Geräte zum Be- und Entlüften.

    Diese haben Auswirkungen auf den Kaminofen, da es hierbei jede Menge verschiedener Dinge zu beachten gibt. Das liegt daran, dass sich Belüftungsanlagen auf den Unterdruck im Raum auswirken. Somit können Rauchgase in den Raum gelangen, was der Gesundheit schaden würde. Diese können etwa aufgrund von undichten Türen in den Raum strömen.

    Deshalb muss der Kaminofen unter anderem DIBt-geprüft sein, sofern es sich um einen raumluftunabhängigen Ofen handelt. DIBt steht für das Deutsche Institut für Bautechnik, also jenes Institut, das sich um die Prüfung kümmert, ob der Ofen raumluftunabhängig ist oder nicht.

    Tipp: Was es mit dem Unterschied zwischen raumluftabhängigen und raumluftunabhängigen Öfen auf sich hat, können Sie in einem separaten Artikel nachlesen.

    Voraussetzung dafür, dass der Ofen die DIBt-Prüfung besteht ist, dass die Tür nach Öffnung von alleine zurückfällt. Dies ist zwar bei Bauart 1 üblich, jedoch muss die Tür dabei auch regelrecht verschließen. Außerdem muss der Ofenkorpus eine Dichtigkeit bis zu einer gewissen Leckrate aufweisen. Demzufolge darf kein Unterdruck auftreten, der größer als 4 Pascal ist.

    Wenn Sie allerdings kein DiBt-geprüftes Gerät verwenden, muss ein Unterdrucksicherheitsabschalter installiert werden. Dabei handelt es sich um ein Messgerät, welches direkten Kontakt zum Rauchgas hat. Ein Druckschlauch führt dabei zu einer Steuereinheit, die den Unterdruck über eine Berechnungsformel ermittelt. Sofern nun eine Abweichung vom Ist- gegenüber dem Sollzustand registriert wird, würde das Gerät die Lüftungsanlage ausschalten.

    Unterdrucksicherheitsabschalter gibt es beispielsweise von den Firmen Brunner oder Leda. Diese empfehlen wir auch wegen ihrer guten Qualität. Dementsprechend verbauen wir sie auch bei unseren Kunden.

    Der Unterschied zwischen Kaminbausätzen und bereits zusammengebauten Öfen

    Die bereits zusammengebauten Kaminöfen handelt es sich bei weitem häufiger um DiBt-Geprüfte Geräte, als das bei bereits fertigen Bausätzen der Fall ist. Nur die wenigsten Bausätze, die man kaufen kann, sind bereits DIBt-Geprüft. Grund dafür ist, dass das Volumen von den Bausätzen in den meisten Fällen zu groß wäre, als dass es den Anforderungen einer DIBt-Prüfung genügen würde.

    Falls Sie also einen Kaminofenbausatz montiert haben, bleibt auch in so einem Fall nur noch die Installation eines Unterdrucksicherheitsabschalters, wenn Sie den Ofen zusammen mit einer Be- oder Entlüftungsanlage betreiben wollen.

    Das sollten Sie außerdem beachten

    Unabhängig davon, ob es sich um ein DIBt-Geprüftes Gerät handelt oder ob sie einen Unterdrucksicherheitsabschalter verbaut haben. Bei beiden Varianten brauchen Sie eine externe Zuluftquelle.

    Das bedeutet, dass die Luft, die in den Vorderraum gelangt, aus einer anderen Quelle stammen muss. Das kann beispielsweise ein Schornsteinschacht, ein LRS-Schacht, der Keller, der Außenbereich, ein Hauswirtschaftsraum oder ein nicht genutzter Nebenraum sein.

    Dabei ist zu beachten, dass Sie die externe Zuluft nicht aus einem Nebenraum beziehen dürfen, in dem geschlafen wird. Außerdem ist auch das Thema Kondensatbildung relevant, sofern die externe Zuluft aus dem Außenbereich geholt wird, denn auch hier gibt es spezifische Vorschriften.

    Dunstabzugshaube

    Auch, wenn bereits ein DIBt-Geprüftes Gerät vorliegt und dennoch eine Dunstabzugshaube betrieben werden soll, dann muss dennoch eine Abluftsteuerung installiert werden. Das gilt auch dann, wenn der die Luftzufuhr des Ofens aus einer externen Quelle bezogen wird. Eine geeignete Abluftsteuerung kann beispielsweise ein Fensterkontaktschalter sein, zu dem wir ebenfalls einen separaten Artikel verfasst haben.

    Abschließend

    Wir hoffen, dass wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Betrieb eines Kaminofens mit einer Be- und Entlüftungsanlage an die Hand geben konnten! Wenn Sie weitere Fragen haben oder eine umfassende Beratung wünschen, dann kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per Mail.