Zum Inhalt springen
Startseite » Kaminofen mit Feinstaubfilter nachrüsten? Ergibt das Sinn?

Kaminofen mit Feinstaubfilter nachrüsten? Ergibt das Sinn?

    Kaminofen mit Feinstaubfilter nachrüsten

    Lohnt es sich, einen Kaminofen mit einem Feinstaubfilter nachzurüsten? Die Antwort ist kurz und knapp „Nein“! Für diese Antwort gibt es mehrere Gründe. 

    Wenn ein Ofen die seit 2010 geforderten Grenzwerte (Überleitungsvorschriften bis 2020) nicht erfüllt, kann man ihn stilllegen, ihn mit einem Feinstaubfilter nachrüsten oder durch ein neues Ofenmodell ersetzen. Doch Feinstaubfilter ist nicht gleich Feinstaubfilter! Hier wird unterschieden zwischen passive und aktive Feinstaubfilter. 

    Was ist der Passivfilter? 

    Passive Feinstaubfilter setzen sich irgendwann zu, d. h. die Leistung lässt nach, weil die Waben undurchlässiger werden. Irgendwann ist ein Austausch notwendig, der zu Folgekosten führt.  Wie der Wechselintervall ausfällt, hängt vom Produkt ab. Aber in der Regel muss man den Filter mindestens einmal pro Jahr austauschen. 


    Wissenswert: Ein passiver Feinstaubfilter kostet ca. 500,- € zusätzlich muss man regelmäßig noch Filter dazu kaufen. Deren Preis bewegt sich zwischen 20,- und 100,- Euro. 

    Wie funktioniert der Aktivfilter? 
    Beim Aktivfilter wird eine Sonde ins Rauchrohr eingebaut. Die Sonde wird dann elektrostatisch aufgeladen und zieht dadurch die Feinstaubpartikel an. Die Partikel lagern sich an der Diode ab.

    Wissenswert: 

    • Aktivfilter gibt es auch für die Mündung, aktuell befinden sie sich aber noch in der Zulassung. 
    • Aktivfilter funktionieren zuverlässig. 

    Das Problem bei Aktivfiltern ist die Installation. Die Boxen benötigen Strom. Sie sind zwar wartungsfrei, aber optisch sind sie auch nicht der Burner. Der Nächste Nachteil ist der Preis 2.500, – Euro plus Montage ist keine Seltenheit. Für das Geld kann man schon einen neuen Ofen kaufen. Deutschland und andere Länder schreiben ja keine Filter vor, sie verlangen das Einhalten von Grenzwerten. Und wenn es nachweisbar ist, dass der Ofen die Grenzwerte einhält, dann ist auch kein Filter notwendig.