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Kaminofenventilator – Einfach und verständlich erklärt

    Kaminofenventilator

    Wie funktioniert eigentlich ein Kaminofenventilator? In diesem Artikel erklären wir Ihnen das Funktionsprinzip und geben Ihnen spannende Einblicke, sowie hilfreiche Tipps und Tricks, die Sie bei der Aufstellung beachten sollten.

    Die Funktionsweise

    Ein Kaminofenventilator hat die Aufgabe, die warme Luft vom Kaminofen in den Raum zu transportieren. An der Unterseite enthält der Ventilator eine flache Auflageplatte und an der Oberseite spezielle Kühlrippen, die dank der Oberflächenvergrößerung für einen kühlenden Effekt sorgen. In der Mitte des Ventilators befinden sich Thermoelemente und in den meisten Fällen auch die Kabel. Der Kaminofenventilator arbeitet also mithilfe von Strom und dreht sich nicht etwa wegen der Luft, die sich im Kaminofen befindet.

    Der Ventilator basiert dabei auf dem Seebeck Effekt, denn der Namensgeber ist einer der Vorreiter der Thermoelektrizität. Unten an dem Ventilator befindet sich eine heiße Auflagefläche und an der oberen Seite ist das Gerät kälter. Durch diesen Temperaturunterschied entsteht eine Reibung, die wiederrum Strom erzeugt. Dabei entstehen etwa 5-6 Watt.

    Diese Thermoelemente gibt es heutzutage nicht nur in Kaminofenventilatoren, sondern auch in Uhren, in Heizkostenverteilern und auch in sonstigen Geräten. Immer, wenn eine Kleinstromversorgung benötigt wird, sind sie äußerst nützlich. Sie gehen nicht kaputt und verlieren auch nach langer Verwendungsdauer nicht an Kraft. 

    Diesen Fehler sollte man vermeiden

    Der Aufstellort des Kaminofenventilators entscheidet maßgeblich darüber, wie effizient dieser arbeiten kann. Man darf den Ventilator also nicht einfach nur auf die Oberfläche des Ofens stellen, da der Ventilator von unten gegebenenfalls nicht heiß genug werden kann. Dies ist jedoch wichtig für eine optimale Funktionsweise und Stromerzeugung. Hierbei wird schließlich eine große Temperaturdifferenz benötigt, damit sich der Propeller schneller dreht. 

    Ähnlich wie bei Windrädern, hängt auch hier die erzeugte Strommenge damit zusammen, wie schnell sich die Rotorblätter drehen. 

    Damit der Kaminofenventilator also von unten her genug Wärme bekommt, wird bestenfalls eine Stahloberfläche benötigt. Eine Specksteinunterlage funktioniert in dem Fall nicht, da sie nur etwa 80 bis 120 Grad warm wird und nicht die konstanten Temperaturen von 120 Grad aufrechterhalten kann, wie es bei Stahl der Fall ist. Wichtig ist daher, dass man stets auf die Oberfläche des Kamins achtet, ehe man einen Kaminofenventilator anbringt.

    Eine alternative Stelle zur Befestigung ist daher das Rauchrohr. Auch hier kann der Ventilator angebracht werden, beispielsweise mithilfe eines hitzebeständigen Magneten oder einer Klammer, die draufgesteckt wird. Schon bei einer Entfernung von 2 oder 3 Metern merkt man einen enormen Unterschied. Auch diese Variante ist äußerst effektiv und sorgt dafür, dass die Luft in eine Raumrichtung geführt werden kann. 

    Egal, für welche Variante man sich entscheidet. Wichtig ist, dass stets eine hohe Temperaturdifferenz zwischen Oberfläche und Kühlkörper vorliegt.

    Wieviel kostet ein Kaminofenventilator?

    Die Kosten eines Kaminofenventilators liegen etwa in einem Bereich zwischen 50 und 80 Euro. Häufig stellt man jedoch fest, dass bei niedrigen Preisen auch Einsparungen beim Material vorgenommen werden. Material mit niedriger Qualität geht schneller kaputt und erzielt womöglich nicht den gewünschten Effekt. Deshalb sollte man bei der Anschaffung darauf achten, nicht in jedem Fall den günstigsten Ventilator zu holen.

    Vielmehr sollte man darauf achten, dass die Kühlrippen ordnungsgemäß funktionieren und dass auch der Propeller möglichst nicht aus Plastik, sondern aus einem hochwertigen Material besteht.  Damit sorgt man für eine höhere Lebensdauer und vermeidet dadurch, den Ventilator zweimal kaufen zu müssen. Schon für etwa 80 Euro erhalten Sie einen sehr guten Ventilator, der auch eine lange Zeit hält.