Startseite » Luftzufuhr beim Kaminofen. Wann schließen und wann öffnen?

Luftzufuhr beim Kaminofen. Wann schließen und wann öffnen?

    Luftzufuhr beim Kaminofen

    Die Luftzufuhr am Kamin kann schrittweise auf- oder zugeschlossen werden. Doch wann sollte man sie aufdrehen und wie weit? In welchen Fällen sollte man sie geschlossen lassen? Nach Durchlesen dieses Artikels wissen Sie mehr.

    Luftzufuhr: Während dem Anheizvorgang können Sie diese ein Stück weit öffnen

    Die Luftzufuhr sollte bitte niemals komplett geschlossen werden. Der Grund dafür ist relativ einfach, nämlich der, dass Feuer Sauerstoff benötigt. Wenn die Zufuhr nun geschlossen bleibt, dann kann der Verbrennungsprozess nicht mehr ordnungsgemäß ablaufen.

    Ein wenig öffnen sollten Sie die Luftzufuhr allerdings immer dann, wenn Sie den Ofen anheizen wollen. Dazu gehört sowohl die Primärluft-, als auch die Sekundärluftzufuhr. Bei bestimmten Bauarten gibt es auch eine Tertiärluftzufuhr, die sie der Höhe nach einstellen können. Auch diese sollte, falls vorhanden, während des Anheizvorgangs ein Stück weit geöffnet sein. 

    Wir empfehlen außerdem, die Scheibe teilweise anzulehnen, damit möglichst viel Sauerstoff einströmen kann. Dadurch fängt das Feuer allmählich an zu brennen.

    Nach dem Anheizvorgang sollten sowohl Luftzufuhr, als auch die Scheibe schrittweise geschlossen werden

    Nach dem Anheizvorgang können Sie die Scheibe langsam schließen und den Regler herunterdrehen. Dabei bleibt es nach wie vor wichtig, das Feuer zu beobachten, damit die Flamme nicht in sich zusammensackt. 

    Wenn der Regler zugedreht ist, dann sollten Sie diesen außerdem nicht schlagartig aufdrehen. Ansonsten droht nämlich die Entstehung eines sogenannten „Backdrafts“. Bei diesem Vorgang springt die Flamme aufgrund der plötzlichen Sauerstoffzufuhr nach oben, was bei angelehnter Ofentür zu ernsthaften Verbrennungen führen kann. 

    Holz nachlegen, während die Flamme noch brennt

    Grundsätzlich sollte niemals Holz nachgelegt werden, während die Flamme noch brennt. Wenn Sie dies dennoch einmal tun, dann sollten Sie die Tür zunächst anlehnen, damit ein Luft- und Druckausgleich stattfinden kann. Anschließend können Sie den Regler allmählich aufdrehen. Am besten langsam und kontrolliert, da Ihnen die Flamme andernfalls entgegenspringen kann.

    Wenn vorab kein Luft- und Druckausgleich stattfindet, kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen. Die Flamme wählt immer den kürzesten Weg dahin, wo sich der Sauerstoff befindet. Wenn nun plötzlich vor der Tür eine Menge Sauerstoff vorhanden ist, kann es schnell dazu kommen, dass sich die Flamme plötzlich in Ihre Richtung bewegt. Schauen Sie notfalls in die Bedienungsanleitung Ihres Ofens, denn hier sind nochmal alle Sicherheitsmaßnahmen gründlich aufgelistet.

    So sollte die Flamme aussehen

    Die Flamme sollte sich bestenfalls etwa am Kipppunkt befinden. Dabei muss sie nicht zwangsläufig zusammenfallen. Sie muss allerdings auch nicht so hoch sein, sodass das Holz aus dem Ofen gezogen wird. Das Optimum liegt etwa in der Mitte. Während des Abbrennens müssen Sie darauf achten, dass nicht zu viel Sauerstoff in den Prozess gelangt, da das Holz ansonsten zu schnell abbrennen kann.

    Wir danken Ihnen vielmals fürs Lesen und wünschen angenehme Abende vor dem Kamin!