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Was ist bei einer Kernbohrung zu beachten?

    Willst du eine Kernbohrung selbst durchführen, dann benötigst du die passende Ausrüstung:

    • Absaugvorrichtung, z. B. Industriestaubsauger
    • Kernbohrmaschine
    • Kühlwasservorrichtung
    • Diamant- oder Stahlbohrkrone
    • Schrauben und Dübel
    • Schlaganker

    Kernbohrung durchführen: Das ist wichtig!

    • Willst du eine Kernbohrung durchführen, dann musst du als Erstes die Beschaffenheit der Wand bzw. des Bodens überprüfen. Eventuell wurden Gas-, Strom- oder Wasserleitungen bzw. eine Fußbodenheizung darunter verlegt.

    Tipp: Um in der Wand oder dem Boden verborgene Leitungen zu finden, empfiehlt sich die Verwendung eines Leitungsprüfgeräts. Dieses erlaubt dir, alle Leitungen zu finden, die bis zu 10 cm tief in der Wand verlegt wurden.

    • Musst du zwei verschiedene Oberflächen durchbohren, wie z. B. einen Schornstein, der mit einer Ständerwand verkleidet wurde, dann solltest du erst die Ständerwand und dann den Schlot durchbohren.
    • Da das Nassfutter gut 10 cm größer ist, brauchst du bei einem Ofenrohr mit einem Durchmesser von 150 cm ein Loch mit einem Durchmesser von 160 cm. Den Ringspalt kannst du anschließend mit Wolle abdichten.
    • Achtung: Keramik ist schwerer zu durchbohren.
    • Wenn sich die Kernbohrmaschine verkeilt, musst du sie nur etwas zurückziehen. Starte die Kernbohrmaschine erneut und halte sie dabei möglichst gerade.
    • Ziehst du die Kernbohrmaschine aus dem Loch, solltest du den Bohrkern sofort aus der Bohrkrone entfernen.
    • Trainiere die Verwendung der Kernbohrmaschine am besten mit einem harten Stein, damit du ein Gefühl dafür bekommst.
    • Werkstoffe wie z. B. Ziegel- oder Mauersteine können ohne Wasserkühlung gebohrt werden. Bei Bohrungen in Beton sollte wiederum nicht auf die Wasserkühlung verzichtet werden, schon alleine, um die Staubbildung zu reduzieren. Zudem wird durch die Wasserkühlung auch die Bohrkrone geschont.
    • Nutzt du einen Bohrständer, solltest du darauf achten, dass der Schlaganker wirklich fest mit der Wand verbunden ist.
    • Willst du eine Kernbohrung bei Betonhohlsteinen durchführen, dann solltest du bedenken, dass beim freihändigen Bohren die Bohrkrone plötzlich ausschlagen kann.
    • Bohrst du freihändig ohne Führung, ist der Materialverschleiß höher und das Bedienrisiko größer.
    • Sollte dir beim Durchführen der Kernlochbohrung auffallen, dass die Bohrkrone beschädigt wurde, solltest du deren Überreste sofort aus dem Bohrloch entfernen, um den Schaden an der Krone nicht zu vergrößern.
    • Kommt kein Kühlwasser aus dem Loch, solltest du prüfen, wo es hinläuft.
    • Zeigt deine Bohrkrone beim Bohren mit Kühlwasser einen einseitigen Verschleiß, dann ist von zu wenig Kühlwasser auszugehen. Zudem sollte der Drehlauf des Bohraufsatzes geprüft werden. Es beseht die Möglichkeit einer Unwucht.