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Was ist ein Montageschornstein? Definition und Erklärung

    Was genau ist eigentlich ein Montageschornstein und was sind die Unterschiede zu einem Systemschornstein? In diesem Artikel geben wir Ihnen die wichtigsten Informationen an die Hand.

    Der Unterschied zwischen Montageschornsteinen und Systemschornsteinen

    Am besten lässt sich die Funktionsweise eines Montageschornsteins erklären, wenn man sich dazu seinen Gegenspieler anschaut, nämlich den Systemschornstein. In einem anderen Video und Artikel haben wir Ihnen bereits erklärt, was es mit der Unterteilung in Abgasanlagen und Abgasleitungen auf sich hat. Die andere Unterteilung, die es bei Schornsteinen gibt, ist die nach Montage- und Systemschornstein.

    Der Montageschornstein

    Um zu verstehen, wie genau ein Montageschornstein aufgebaut ist, ist es hilfreich, sich die allgemeine Definition anzuschauen. Laut der DIN-Norm spricht man immer dann von einem Montageschornstein, wenn er mindestens 11,5 cm Wanddicke hat, einen Vollbrand-Ziegel besitzt und allseitig geschlossen ist. Letzteres bedeutet in dem Zusammenhang, dass auch die anliegenden Wände dicht mit dem Schornstein verbunden sein müssen, sodass die Rauchgase keine Möglichkeit erhalten, in das Innere des Raumes zu gelangen.

    Sind diese drei Kriterien erfüllt, dann spricht man per Definition von einem Montageschornstein. Eine Besonderheit von ihm ist, dass er immer rußbrandbeständig ist. Das heißt, er hält bis zu einem gewissen Punkt auch jene Verbrennungen aus, die entstehen, wenn sich die Rußablagerungen auf der Innenseite des Ofens entzünden. Außerdem besitzt ein Montageschornstein immer die „F90“-Eigenschaft. Das bedeutet, dass die Feuerwiederstandsdauer immer mindestens 90 Minuten betragen muss. Diese Eigenschaft wird in unzähligen Tests und Versuchen geprüft.

    Montageschornsteine sind grundsätzlich für feste Brennstoffe geeignet. Wenn allerdings flüssige oder gasförmige Brennstoffe verwendet werden sollen, dann sollte zumindest ein Sanierungsrohr vorhanden sein, damit der Schornstein ordnungsgemäß betrieben werden kann.

    Der Systemschornstein

    Das Pendant, also der Systemschornstein ist hingegen diejenige Variante, die wir heute in nahezu 100% der Fälle verbauen. Zwar gibt es in vielen älteren Gebäuden noch Montageschornsteine, jedoch wird es in den meisten Fällen zu aufwendig, sie anzuschließen. Dafür gibt es effizientere Wege. Wie der Name bereits andeutet, ist der Systemschornstein bereits im System integriert, stammt also direkt vom Hersteller. Dieser legt dann auch fest, welche Eigenschaften der Schornstein mitbringen sollte, um zum jeweiligen Gerät zu passen. Sowohl die Grenzbereiche werden hier genau festgelegt, also etwa welche Temperaturen der Schornstein zulässt, aber auch Angaben darüber, welche Bereiche in Ordnung sind und welche nicht. Außerdem gibt es detaillierte Informationen über die Anzahl der Anschlüsse.

    An diese Vorgaben ist auch der Schornsteinfeger letztendlich immer gebunden. Er kann also nicht hingehen und sich irgendwelche Sonderkonstruktionen wünschen, sondern muss sich fest an diese Angaben halten. Seine Hauptaufgabe besteht darin, zu prüfen, dass der Schornstein dementsprechend korrekt verbaut wurde und auch im Dauerbetrieb funktioniert.

    Ein Vorteil von Systemschornsteinen ist, dass hier grundsätzlich sowohl feste, als auch flüssige und gasförmige Brennstoffe eingesetzt werden können. Außerdem gibt es auch hinsichtlich des Materials eine Menge Vielfalt, denn die Schornsteine können auch aus Stahl, Stein oder Edelstahl bestehen.

    Da es europaweit mehr als tausend Hersteller gibt, ist sehr viel Auswahl vorhanden. Auch deutsche Premiumhersteller sind dabei, die wir natürlich ebenfalls im Sortiment führen.

    Wir danken vielmals fürs Durchlesen! Sollten Sie Fragen haben oder eine umfassende Beratung wünschen, können Sie uns natürlich jederzeit kontaktieren.