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Was ist eine Scheibenspülung beim Kaminofen?

    Was ist eine Scheibenspülung

    Viele Kaminöfen haben eine Scheibenspülung. Doch worum handelt es sich hierbei eigentlich? In diesem Artikel geben wir Ihnen alle wichtigen Informationen an die Hand.

    Wofür eignen sich Scheibenspülungen?

    Scheibenspülungen sorgen dafür, dass die Scheibe Ihres Kaminofens weitgehend frei von Ruß und sonstigen Schmutzpartikeln bleibt. Sie ist besonders praktisch, da die Scheibe somit nicht ständig gereinigt werden muss. Diese Funktion wird vor allem von Kaminofenbesitzern geschätzt, die es in der Vergangenheit häufig mit schwarzen oder verrußten Scheiben zu tun hatten.

    Wie funktionieren Scheibenspülungen?

    Interessanterweise erfolgen Scheibenspülungen nicht über eine mechanische Lösung. Das mag im Gegensatz zu den Scheibenwischern stehen, wie man sie etwa aus dem Auto gewohnt ist. Beim Kaminofen jedoch wird kein spezieller Wischer verwendet, um die Scheibe von innen zu säubern. Die Reinigung geschieht dabei ausschließlich über eine Luftzufuhr
    Hierbei wird die Physik mehr oder weniger ausgetrickst. Durch einen Zuluftkanal strömt unterhalb des Ofens Luft hinein und wird dort aufgeteilt. Die Primärluft, die auch als Unterluft bezeichnet wird, gelangt dabei von unten direkt zur Flamme und versorgt sie mit Sauerstoff. Die Sekundärluft hingegen wird vorgeheizt, an der Scheibe entlang geleitet und anschließend mit den Brenngasen vermischt. Da sie sich somit als eine Art Schutzschicht über die Scheibe legt, verhindert sie, dass sich Rußpartikel an der Scheibe festsetzen können. Zwar steigt warme Luft in der Regel nach oben, doch der Unterdruck des Schornsteins sorgt in dem Fall dafür, dass die Sekundärluft von oben nach unten über die Scheibe entlang strömen kann. Dieser Vorgang hat allerdings eine weitere, wichtige Funktion. Dies verhindert nämlich, dass die Flamme an die Scheibe gelangt, denn dadurch würde sie ebenfalls schwarz werden.
    Das Grundprinzip der Scheibenspülung basiert also darauf, dass die Sekundärluft an der Scheibe entlang strömt und somit sämtliche Rußablagerungen verhindert.

    Was sollten Sie bei Scheibenspülungen beachten?

    Bevor dieser Prozess allerdings ordnungsgemäß ablaufen kann, muss eine gewisse Zeit verstreichen. In der Regel dauert es etwa 15 bis 30 Minuten, bis die Sekundärluft hinreichend erwärmt ist und die Scheibenspülung die Scheibe freihalten kann.
    Hier passiert häufig ein Fehler: Wenn der Vorderraum sofort nach dem Anbrennen geschlossen wird, kann die Scheibe dennoch schwarz werden. Der Grund dafür ist, dass die Sekundärluft noch nicht die benötigte Zeit hatte, um überhaupt erwärmt zu werden. Dadurch bleibt der Luftstrom entlang der Scheibe aus und es können sich Rußablagerungen bilden.
    Um dies zu vermeiden, sollte die Tür während des Anbrennvorgangs immer angelehnt bleiben. Die Luft kann dabei rausziehen und es baut sich allmählich ein Unterdruck über der Scheibe auf. Nach etwa 15 bis 30 Minuten können Sie die Tür dann schließen. Somit stellen Sie sicher, dass die Scheibenspülung auch funktioniert.
    Außerdem ist wichtig, dass stets trockene und heiße Abgase entstehen. Sollte das Holz sehr nass oder feucht sein, dann kann der Vorgang nicht ordnungsgemäß ablaufen. Daher sollten Sie entsprechend trockenes Holz mit einem niedrigen Feuchtigkeitsanteil verwenden, um die Scheibe frei und sauber zu halten.
    Scheibenspülung ist reine Physik, sie hat keine mechanischen Hintergründe. Es kommt immer auf die Art an, wie Sie heizen und darauf, ob zu viel oder zu wenig Luft dabei ausgestoßen wird. Auch die zugeführte Holzmenge kann den Prozess beeinflussen. 

    Abschließend

    Wenn Sie Fragen rund um das Thema Scheibenspülung haben, mehr über die ideale Holzmenge erfahren wollen oder vielleicht einen Defekt vorliegen haben, dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen stets zuverlässig und kompetent bei Ihrem Anliegen.