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Wie funktioniert eigentlich ein Pelletofen? Einfach und verständlich erklärt

    Wie funktioniert eigentlich ein Pelletofen

    Pelletöfen sind sehr beliebt und werden von vielen Haushalten aufgestellt. Doch wie genau funktioniert so ein Pelletofen eigentlich? Was können moderne Pelletöfen mittlerweile und was sind die Vor- und Nachteile, die Pelletöfen mit sich bringen? In diesem Artikel geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick.

    Die Pellets

    Ein Pelletofen heizt, wie der Name schon sagt, mit Pellets. Der Brennstoff ist also einer der wesentlichen Unterschiede zu Holzöfen. Die Pellets sind etwa 20 bis 40 Millimeter große Presslinge, die mithilfe von Wasser und Maisstärke in ihre typische Form gepresst werden. Sie bestehen entweder aus Holz oder aus Sägenebenprodukten und werden mit einer Pelletiermaschine hergestellt.

    Auffällig ist, dass Pellets deutlich kleiner sind, als Holz. Außerdem unterscheidet sich auch die Oberflächenbeschaffenheit, denn die Oberfläche von Pellets ist sehr kompakt und hart gepresst. Versucht man also, ein Feuerzeug an die Pellets zu halten, um diese anzuzünden, werden sie nicht lange brennen. Nur im Ofen können sie ihre volle Brennwirkung entfalten, da sie speziell an den Pelletofen angepasst wurden.

    Der Aufbau und die Funktionsweise eines Pelletofens

    Es gibt eine Menge verschiedener Varianten von Pelletöfen, doch das Grundprinzip ist immer sehr ähnlich.

    Bevor der eigentliche Brennvorgang starten kann, führt der Ofen nach dem Anschaltvorgang die ersten Systemchecks durch. Dabei prüft er zum einen, ob eine ausreichende Menge an Pellets vorhanden ist. Außerdem wird kontrolliert, ob der Abgasweg frei ist, da dies andernfalls zu einem Fehler führen würde. Wenn beim Systemcheck keine Fehlermeldung vorlag und alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, kann der eigentliche Brennvorgang starten.

    Jeder Pelletofen besitzt einen Pellet-Tank, in dem sich der Brennstoff befindet. Sobald man den Ofen anschaltet, wird der Brennstoff anschließend über eine speziell dafür angebrachte Schnecke herangezogen. Die Schnecke läuft permanent, hört also nicht zwischendrin auf zu drehen. Sie passt ihre Drehgeschwindigkeit jedoch ständig an, je nachdem, welche Brennleistung benötigt wird, um den gewünschten Sollwert zu erreichen.

    Sofern der Pelletofen angeschaltet wurde und die Schnecke damit begonnen hat, den Brennstoff nach vorne zu befördern, wird Luft durch den Ofen gesaugt. Dies geschieht mithilfe von speziellen Lüftern.

    Die Glühkerze, die sich im Pelletofen befindet, wird danach etwa auf 900 Grad erhitzt. Das ist ein wichtiger Zwischenschritt, bevor Luft um die Glühkerze herumgesprüht werden kann. Diese Luft sorgt letztendlich dafür, dass die Pellets entzündet werden können und dass die Flamme anfangen kann, zu brennen.

    Wissenswert ist außerdem, dass Glühkerzen entweder aus Stahl oder aus Keramik bestehen können. Keramik-Glühkerzen halten in der Regel länger, doch beide Varianten sind gängig, werden häufig verbaut und erfüllen allemal ihren Zweck.

    Das sollten Sie beim Kauf von Pellets beachten

    In Vergangenheit hatten Pellets häufig ein Qualitätsproblem. Dieses hat sich vor allem dadurch bemerkbar gemacht, dass ihr Brennverhalten nicht besonders optimal war. Zwar ist die Qualität von den Pellets, die heutzutage erhältlich sind, bei weitem besser geworden, jedoch sollte man auch hier aufpassen, um einen qualitativ hochwertigen Brennstoff zu erhalten.

    Auch Sie können die Qualität Ihrer Pellets ganz einfach testen, indem Sie diese in ein Schälchen mit Wasser werfen. Sollten die Pellets dabei zu Boden sinken, können Sie davon ausgehen, dass der Brennstoff eine gute Brennqualität aufweist. Wenn die Pellets jedoch anfangen, an der Oberfläche zu schwimmen, dann ist die Qualität und damit auch das Brennverhalten nicht sonderlich gut.

    Dieser einfache, aber effektive Test liegt in erster Linie an der Struktur der Pellets. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, ist die Energieabgabe entsprechend gering, da die äußere Schicht ansonsten so fest angepresst wurde, dass sie ein ordnungsgemäßes Abbrennen erschwert.

    Die Funktionen moderner Pelletöfen

    Die Technik schreitet immer weiter voran. Das macht sich auch bei Pelletöfen bemerkbar, denn mittlerweile gibt es auch Ausführungen, die über das Smartphone oder eine App gesteuert werden können. Ansonsten verfügen die meisten Pelletöfen heutzutage auch über eine Fernbedienung oder eine manuelle Steuereinheit, über die sowohl die Ofentemperatur, als auch verschiedene Modi, Programme und Temperaturen gewählt werden können.

    Der Pelletofen, der mit dem Smartphone verbunden ist, kann auch von unterwegs oder von anderen Räumen aus gesteuert werden. Hier können Sie etwa bestimmte Einstellungen vornehmen, zum Beispiel, wie lange der Pelletofen brennen soll. Wenn Sie also unterwegs waren oder vom Büro nach Hause fahren möchten, dann bieten Ihnen die neuen Varianten die Möglichkeit, bereits vom Smartphone aus einzustellen, dass die Ofentemperatur hochfahren soll. Somit kann der Ofen bereits angeschaltet werden, bevor Sie zuhause ankommen. Damit bleibt der Raum auch dann warm, wenn die Heizung tagsüber ausgeschaltet war.

    Moderne Pelletöfen verfügen außerdem über eine Temperaturmessungsvorrichtung. Diese liegt in den meisten Fällen direkt dort, wo sich der Ofen befindet. Alternativ gibt es auch Messfühler, die im Raum verbaut werden können, um genauere Aussagen über die Raumtemperatur treffen zu können.

    Außerdem verfügen moderne Öfen über spezielle Messsensoren, welche direkt am Pellet-Tank angebracht werden können. Sie signalisieren Ihnen über das Smartphone, falls ein bestimmter Sollwert unterschritten sein sollte, der Tank leer sein sollte oder falls es andere Hinweise gibt, die Sie unbedingt sehen sollten.

    Übrigens, ein Pellet-Tank hält in der Regel, je nach Raumsituation, Außentemperatur, Brenndauer und Ausführung, etwa zwischen zwei und vier Tagen.
    Der Tank sollte natürlich regelmäßig aufgefüllt werden, damit der Pelletofen ordnungsgemäß brennen kann.

    Mittlerweile gibt es allerdings auch intelligente Öfen, die Optimierungen durch gewisse Lernvorgänge vornehmen können. Sie registrieren dabei den gewünschten Sollwert und passen daraufhin bestimmte Parameter an, die sich in der Vergangenheit als effizient erwiesen haben. Solche Parameter können beispielsweise die Luftzufuhrmenge, die Pelletzufuhrmenge, der Zündmoment und Co. sein.

    Zusammenfassend haben moderne, intelligente Öfen also durchaus eine Menge Vorteile. Sie sind vor allen Dingen verbrauchsarm, da auch der Brennstoffverbrauch bei den intelligenten Varianten stets optimiert wird.

    Die Parameter eines Ofens manuell verändern

    Natürlich haben Sie bei Pelletöfen auch die Möglichkeit, gewisse Parameter manuell anzupassen. Sowohl die Luftzufuhrmenge, als auch die Pelletzufuhrmenge und der Zündmoment können von Ihnen beliebig eingestellt werden.

    Vor allem die Pelletzufuhrmenge ist entscheidend und wirkt sich erheblich auf den Energieverbrauch des Ofens aus. Durch eine hohe Zufuhrmenge wird der Abbrand deutlich heißer und schneller. Auch das Flammenbild wird dadurch schöner. Andererseits steigen dabei natürlich auch der Pelletverbrauch und damit auch die Betriebskosten an, was Sie ebenfalls stets beachten sollten, sofern Sie dem Ofen mehr Pellets zuführen.

    Sonstiges

    Typisch ist beim Pelletofen, dass er beim Anschalten mit hoher Leistung hochfährt. Dementsprechend ist der Abbrand beim Anschaltvorgang auf der höchsten Stufe, ehe der Ofen die Leistung allmählich zurückfährt.

    Vor- und Nachteile eines Pelletofens

    Der Pelletofen hat eine einzigartige Funktionsweise und eine Menge Vorteile. Vor allem die Technik ist bei dieser Ofenart beachtlich, da es mittlerweile viele verschiedene Einstellmöglichkeiten und Funktionen gibt. Während des Heizens entfällt der Aufwand nahezu komplett, da die Schnecke den Brennstoff permanent nachliefert, solange der Ofen eingeschaltet ist. Außerdem können auch die Heizzeiten programmiert werden, die Raumtemperatur eingestellt werden und auch die Pelletlagerung ist vergleichsweise einfach.
    Die Bedienbarkeit ist sehr angenehm und nutzerfreundlich, was Pelletöfen nach wie vor unschlagbar macht. Auch effizienztechnisch sind sie sehr empfehlenswert, vor allem bei den intelligenten Ausführungen.

    jedoch hat der Pelletofen auch einige Schwachpunkte, die man beim Kauf ebenfalls berücksichtigen sollte. Das Flammenbild kann bei vielen Modellen unter Umständen sehr unruhig sein. Wer kuschelige, gemütliche Abende bei einem Glas Wein vor dem Kamin mag, dem wird das Flammenbild unter Umständen nicht so sehr gefallen, wie es etwa bei einem Holzofen der Fall wäre. Außerdem haben sie auch einen vergleichsweise erhöhten Strombedarf, den man ebenfalls bei der Planung berücksichtigen sollte.

    In vereinzelten Fällen kann man die Schnecke zwar beim Einschalten des Ofens hören, doch verschwindet das Geräusch wieder nach kurzer Zeit, sobald man den Pelletofen eine Zeit lang laufen lässt. Pelletöfen werden häufig als laut bezeichnet, doch beim Pelletofen gibt es in der Regel nur sehr geringe Anlaufgeräusche, die sich nach einer Zeit wieder legen.

    Abschließend

    Der Pelletofen ist nach wie vor sehr beliebt und eine tolle Wahl für Ofenliebhaber. Wir hoffen, dass wir Ihnen einen umfassenden Einblick in die spannende Thematik geben konnten. Wenn Sie offene Fragen haben, einen Pelletofen erwerben möchten oder eine kompetente Beratung wünschen, dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.